Zusatzbekleidung

Zusatzbekleidung für den Kimono

Zu jedem Kimono gehören verschiedene Ausstattungsgegenstände dazu. Neben den unterschiedlichen Fußbekleidungen gibt es Unter- und Überkleider und vieles mehr. Die allgemein übliche Fußbekleidung zum Kimono sind die Getas. Dabei handelt es sich um Holzsandalen, die einen Zehenriemen haben und deren Absatz aus zwei Holzstegen besteht. Getas gibt es sowohl für Männer als auch für Frauen. Unterschiede kann man hier nur bei der Gestaltung des Zehenriemens (Hanao) erkennen. Getas werden zu Hause, im Garten oder bei Sommerfesten getragen. Auch Sumo-Ringer, sofern sie noch keinen höheren Rang erreicht haben, verwenden diese traditionelle Fußbekleidung. Getas werden in der Regel ohne Tabi getragen.

Tabi bezeichnet eine japanische Fußbekleidung, die in etwa mit den in westlichen Ländern verwendeten Socken zu vergleichen ist. Allerdings haben Tabi eine Unterteilung, sodass auch Fußbekleidungen mit Zehenriemen getragen werden können. Verschlossen werden Tabi, die meist eine etwas festere Sohle habe, mit Haken und Ösen oberhalb der Ferse. Diese Verschlussart nennt sich in Japan Kohaze. Normalerweise sind Tabi weiß oder schwarz. Inzwischen gibt es sie aber auch in anderen Farben und aus elastischer Kunstfaser. Dabei wird auf Kohaze, den Verschluss durch Haken und Ösen, ganz verzichtet.

Ebenfalls zur japanischen Fußbekleidung, die zum Kimono getragen wird, gehören Zori. Hierbei handelt es sich um Schlappen mit einem Zehenriemen. Ein Riemensteg trennt die Großzehe von den anderen Zehen. Sie werden aus Textilien, Leder oder Kunstleder hergestellt. Von der Form her unterscheiden sich Zori für Männer von denen für Frauen. Männer tragen Zori in einer rechteckigen Form, wobei die Ecken etwas abgerundet sind. Zori für Frauen hingegen sind bedeutend schmaler und haben eine ovale Form. Der Riemensteg ist immer genau mittig angebracht, sodass es keine Unterschiede zwischen dem rechten und dem linken Fuß gibt.
Zu einem Kimono wird häufig die Hakama getragen. Dabei handelt es sich um ein weites Beinkleid, ähnlich einem Hosenrock. Der Stoff ist eher fest und hat vorne fünf und hinten zwei Falten. Die Hakama trägt man über dem Kimono. Sie wird in der Taille mit vier angenähten Bändern festgebunden. Im alten Japan war das Tragen der Hakama den Männern vorbehalten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Hakama jedoch zu einem Kleidungsstück, dass von Frauen und Männern gleichermaßen angelegt wurde. Ebenfalls zu einem klassischen Kimono kann man eine Jacke ohne Verschlüsse tragen, die als Haori bezeichnet wird. Sie hat einen ähnlichen Schnitt wie ein Kimono, ist nur wesentlich kürzer. In Brusthöhe wird diese Jacke durch die Haori-Himo, eine Art Kordel, durch Verknoten zusammengehalten. Häufiger aber wird sie offen getragen Ist die Haori durch ein Kamon verziert, wird sie auch als Montsuki-Haori bezeichnet.

Ebenfalls als Jacke über dem Kimono getragen wird die Michiyuki. Hierbei handelt es sich aber über eine richtige Überjacke, die mit Knöpfen verschlossen wird. Bezeichnend für die Michiyuki ist der rechteckige Halsausschnitt. Einige Modelle haben versteckte Taschen zur Aufbewahrung von kleinen Gegenständen.

Dass die Japaner von jeher sehr viel Wert auf Hygiene gelegt haben, ist allgemein bekannt. Um einen Kimono vor der Verschmutzung, die durch direkten Hautkontakt entstehen könnte, zu bewahren, dient ein ungefütterter Unterkimono (Juban). Der Juban wird unter dem Kimono, aber über der Unterwäsche getragen. Er hat schmale Bänder, mit denen man ihn zusammenhalten kann. Juban gibt es auch in halber Länge. Der Freizeitkimono Yukata ist die einzige Kimonoart, die ohne Juban getragen wird.